Wettbüros: Petition der SPÖ-Stadt Salzburg im Landtag

Ich freue mich, dass viele Aspekte von der SPÖ-Stadt Salzburg eingebrachten Petition im neuen „Wetten-Gesetz“ Niederschlag finden werden. Dazu gehören strengere Kontrollen bei den Wettlokalen – insbesondere in Hinblick auf den Jugendschutz – sowie schärfere Sanktionen. Die Möglichkeit, eine rechtliche Bannmeile rund um Schulen und Kindergarten festzulegen, wird juristisch noch geprüft. Eine entsprechende Regelung im neuen Gesetzt würde dazu führen, dass nicht noch mehr Wettlokale in den bereits mit Wettlokalen zugepflasterten Viertel dazukommen. Zwischen Bahnhof und Lehen gibt es rund 40 verschiedene Lokalitäten, wo das Wetten möglich ist. Vielen Dank für die tatkräftige und tolle Zusammenarbeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Gemeinderat Anja Hagenauer, Osman Günes, Johanna Schnellinger und Sebastian Lankes.

Hier die Presseaussendung im Vorfeld zur heutigen Ausschusssitzung:

Presseinformation des SPÖ-Landtagsklubs am 23. Februar 2016
LAbg. Tarik Mete, Jugendsprecher
Petition im Landtag: Den Wettbüros die Stirn bieten
Mete: Flut an Wettbüros ist Gefahr für die Jugend, die Gesundheit und den sozialen Zusammenhalt.
Im ganzen Salzburger Land nimmt die Anzahl an Wettbüros seit Jahren zu, speziell in der Landeshauptstadt. Um dieser Flut Einhalt zu gebieten wendet sich die SPÖ der Stadt Salzburg nun mit einer Petition an den Salzburger Landtag. Unterstützt wird diese Initiative von allen SPÖ-Gemeinderäten und allen SPÖ-Landtagsabgeordneten.
Wetten als soziales Problem
„Es kann nicht in unserem Sinn sein, wenn die Wettbüros aus dem Boden sprießen wie die Schwammerl. Dagegen muss die Politik auftreten. Wetten und die oft damit einhergehende Spielsucht gefährden den sozialen Zusammenhalt, die Gesundheit und unsere Jugend“, erklärt SPÖ-Jugendsprecher Tarik Mete.
Abstand zu Schulen und Kindergärten
Als besonders gefährdend und störend erachtet Mete die zunehmende Zahl an Wettbüros in der Nähe von Kindergärten und Schulen und die oftmals laxen Kontrollen betreffend den Jugendschutz. „Die Nähe von Wettlokalen zu Schulen und Kindergärten ist nicht zu akzeptieren. Ein, wie in der Petition geforderter Mindestabstand, ist daher dringend umzusetzen. Außerdem müssen die Rechte und Pflichten der Behörden verstärkt werden, damit eine effektivere Kontrolle künftig gewährleistet wird. Wer die Jugendschutzbestimmungen nicht einhält, soll die Bewilligung auch dauerhaft verlieren können“, fordert Mete, der auf die Zustimmung der anderen Landtagsfraktionen zu diesen Forderungen setzt.
Spielsucht trifft oft die Schwächsten in unserer Gesellschaft
Laut Studien sind rund 5.000 Personen im Bundesland Salzburg von Spielsucht direkt betroffen. Familie, Freunde und Umfeld leiden meist ebenso unter den Folgeerscheinungen. „Wie bei anderen Krankheiten auch sind im Falle der Spielsucht benachteiligte Bevölkerungsgruppen besonders stark betroffen. Diese Menschen wollen wir schützen und unterstützen. Besonders für junge Menschen müssen die Präventionsmaßnahmen verstärkt werden“, sagt Mete.

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