Flüchtlingsquartier am Bahnhof

Diejenigen, die mich kennen oder meine Facebook-Seite seit geraumer Zeit verfolgen, wissen genau, dass ich stets bemüht war und bin, hilfesuchende Menschen auch tatsächlich zu unterstützen und eine menschenwürdige Asylpolitik an den Tag zu legen. Meine Kritik an dem Quartier in der Elisabethstraße im Bahnhofsviertel richtet sich weder gegen die Betreiber der Asylunterkunft noch gegen die Polizei oder die Menschen, die dort hinkommen sollen. Ich bin einfach davon überzeugt, dass der Standort mehr als suboptimal ist, sowohl für die Anrainnerinnen und Anrainer als auch für die Betroffenen selbst. Ich lebe und arbeite in direkter Nähe des Salzburger Hauptbahnhofs und kenne die brisante Situation vor Ort, die auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen ist, äußerst gut. Ich habe mich daher von Anfang an, seitdem ich mich mit dieser Thematik auseinandergesetzt habe, gegen diesen Standort ausgesprochen – insbesondere auch deshalb da derzeit 400 Quartiere freistehen und akut gar kein Bedarf gegeben ist. Die BürgerInnenversammlung am Mittwoch hat mir dann meinen Standpunkt nochmals bestätigt. Meine Kritik findet sich auch im aktuellen Kurrier und auf Salzburg24.at. (www.salzburg24.at/aufregung-um-asylbewerberh…/4905894)


Hier der gesamte Text meiner Pressemitteilung:

Mete: Landesrätin Berthold muss die Bedenken und ernsthaften Sorgen der Anrainer_innen ernst nehmen. Eine Politik mit der Brechstange ist bei dieser heiklen Situation der falsche Weg.

In seinen Bedenken gegen das geplante Asylquartier für 75 Asylwerber am Salzburger Hauptbahnhof bestätigt fühlt sich SPÖ-Integrationssprecher Tarik Mete, nachdem er am Mittwochabend eine Bürgerversammlung dazu besuchte. Mete beschreibt die Stimmung unter den Anrainer_innen als aufgebracht bis wütend und besorgt bis verängstigt. „Die SPÖ steht in diesem Zusammenhang für eine menschliche Asylpolitik, die aber den Sinn für die Realität und das Verständnis für die Sorgen der Menschen nicht verliert. Wir müssen hilfesuchenden Menschen helfen, aber der Standort ist weder für die Betroffenen, noch für die Anrainer_innen optimal.“

„Dieses neue Quartier mit biegen und brechen gegen alle Einwände der Bevölkerung durchzudrücken, so wie es Landesrätin Berthold gerade macht, ist unklug und wird der Sache mehr schaden als nützen. Gerade die Anrainer_innen rund um den Bahnhof sind schon jetzt mehr belastet und bekommen die gesellschaftspolitischen sowie sozialen Herausforderungen und Probleme stärker mit, als Bewohner_innen anderer Stadt- und Landesteile. Hier derart über die Menschen drüber zu fahren und die Bevölkerung erst dann zu informieren, wenn alle Entscheidungen bereits gefallen sind, lehne ich ab“, bekräftigt Mete seine Position.

Der SPÖ-Integrationssprecher verweist zudem erneut auf die 400, schon jetzt leerstehenden Unterkünfte für Asylwerbende im ganzen Bundesland, für die das Land Salzburg Monat für Monat, nebst den hohen Umbaukosten, Miete bezahlt, weil langfristige Verträge abgeschlossen wurden. „Die zuständige Landesrätin Berthold muss erkennen, dass sie in dieser heiklen Situation nicht mit dem Kopf durch die Wand und Politik gegen die Salzburger_innen machen sollte. Die Aufteilung von Asylwerbenden muss von Berthold fairer und besser über das ganze Land geplant werden und auch erfolgen“, betont Mete.

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