Die Qual der Wahl

Morgen ist es soweit: Es muss wieder einmal jeder für sich entscheiden, ob es sich „auszahlt“ wählen zu gehen. Oft frage ich mich, ob wir uns dessen bewusst sind, welchen unbezahlbaren „Schatz“ eine Wahl beschützt. Für viele ist es mittlerweile eine Qual geworden sonntagmorgens aufzustehen und zur Wahlurne zu schreiten und mitzuentscheiden. Eigentlich eine traurige Entwicklung, wenn man bedenkt, was alles geopfert werden musste, damit wir überhaupt wählen gehen können.

Ein kleiner Blick auf die aktuellen Entwicklungen in Syrien, in der Ukraine oder in Ägypten sollte eigentlich genügen, um uns klar zu werden, dass wir unsere Demokratie stets unterstützen müssen. Dort kämpfen und sterben nämlich Menschen für das Recht auf Mitbestimmung und für die Demokratie. Für uns ist die Demokratie mittlerweile etwas Selbstverständliches geworden. Sie ist jedoch keineswegs selbstverständlich und existiert nicht selbstredend. Vielmehr muss sie gepflegt, weiterentwickelt und tagtäglich gestärkt werden und gerade deswegen sollte es sich jede/r zwei Mal überlegen, bevor er oder sie sich entscheidet sonntags länger zu schlafen, statt mitzuentscheiden. Wenn wir nicht den Anspruch haben, mitzuentscheiden, dann wird über unsere Köpfe hinweg entschieden. Eine starke Demokratie mit hoher Wahlbeteiligung stärkt nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch jedes einzelne Individuum. Denn nur in einer starken Demokratie hat jeder Mensch die Möglichkeit sich ohne Einschränkungen zu entfalten. Geht also wählen und beschützt unseren gemeinsamen „Schatz“. Denn wer nicht wählen geht, verliert auch das Recht mitzubetimmen und darf sich dann nicht wundern, dass über ihn oder sie hinweg entschieden wird.

Nur so zur Info: Man kann auch ruhig ausschlafen, denn die meisten Wahlurnen sind bis zum späten Nachmittag geöffnet.

Bildquelle: medium.asta-kassel.de/wp-content/uploads/2012/01/geh_waelen.jpg

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